Ich arbeite nicht mit Faschisten

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Neulich habe ich schon auf meiner Facebook-Seite dazu etwas ähnliches geschrieben: Immer wieder fragen Leute bei mir an, ob ich mit ihnen Musik machen möchte. Da ich eine Zeit lang christliche Musik gemacht habe und auch in einer entsprechenden Band gespielt habe, ist diese Szene nichts Neues für mich – eine fundamental überzeugte Christin kontaktierte mich kürzlich diesbezüglich. Ich schlug ein Treffen vor und wir unterhielten uns über Musik und darüber, was sie denn machen möchte und wo das ganze hin führen könnte. Während der Gespräches äußerte sie mir gegenüber die Meinung, wir sollten keine Flüchtlinge bei uns aufnehmen, weil sie einen anderen Glauben haben, welcher eine Sünde ist. Sie sollten auch keine Moscheen oder ähnliches hier bei uns aufbauen dürfen. Sie sagte auch, der Satz „Muslime tragen den neuen Judenstern“ (Ausschnitt aus einem Song von Xavier Naidoo) wäre vollkommen in Ordnung und vertritt das christliche Leitbild westlicher Länder.

Christlicher Glaube hin oder her – solche Gedanken und diese Art von Hass, beides mit dem Glauben begründet, hat nirgendwo etwas verloren und bringt keinem Menschen etwas Gutes oder Frieden – Weder „uns Christen“ noch „diesen Muslimen“, auch nicht den Buddhisten oder Anhängern einer anderen Religion.

Solches Gedankengut ist Faschismus und nicht weit von dem entfernt, was die Nazis in Deutschland bis ’45 von sich gegeben haben und was zum Tot von Millionen Juden geführt hat. Dass ich Menschen mit solchen Gedanken nicht einmal ansatzweise unterstütze und ihnen auch nicht dabei helfen möchte, diese Gedanken zu verbreiten, muss ich hoffentlich nicht erwähnen. Falls doch, sage ich das gerne jedem, der es braucht, ins Gesicht.

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Anton Dachauer

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