Homeoffice und All-Remote-Unternehmen

Wegen Corona arbeiten jetzt Millionen Menschen im Homeoffice. Viele tun sich jedoch schwer damit: Familie und Kinder sind deshalb ja nicht aus der Welt und auch der passende Arbeitsplatz fehlt. Abgesehen davon haben viele Unternehmen die Homeoffice-Option nicht in die Organisation ihrer Mitarbeiter eingeplant oder in Erwägung gezogen.

Plötzlich ist Homeoffice angesagt, auch in Unternehmen, die das niemals geplant hatten. Es wird von Mitarbeitern erwartet, dass sie zu Hause auf dem Esstisch arbeiten, ihre Kinder nebenbei betreuen und sich selbst so organisieren und im Griff haben, dass sie genauso produktiv sind wie im Büro. Für jemanden, der noch nie im Homeoffice gearbeitet hat, ist das nicht einfach. Für ein Unternehmen, das noch nie über die Organisation von Mitarbeitern im Homeoffice nachgedacht hat, auch nicht.

Es gibt Unternehmen, die gerade deshalb erfolgreich sind, weil sie auf Remote-Arbeit setzen. Natürlich ist das nichts für jedes Geschäftsmodell und jedes Unternehmen – produzierende Unternehmen beispielsweise können nicht ihre Mitarbeiter von zu Hause aus die Maschinen bedienen lassen. Es wäre aber eine Option für Unternehmen, die digitale Produkte entwickeln oder Dienstleistungen anbieten, welche keine Vor-Ort-Präsenz von Mitarbeitern oder die Bedienung von Maschinen erfordern. Aber selbst Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf der Produktion von physischen Produkten basiert, beschäftigt in der Regel Mitarbeiter, die ausschließlich am Computer arbeiten.

Ein Unternehmen, dessen Mitarbeiter über die ganze Welt verteilt sind und remote arbeiten, ist Gitlab. Gitlab entwickelt eine Open-Source-Software für Entwicklerteams zur Verwaltung von Quellcode und Projektmanagement. Gitlab beweist nicht nur, dass 100% Remote-Arbeit möglich ist, sondern schreibt auch über die Erfahrungen. In Gitlab’s Guide to All-Remote lässt sich nachlesen, welche Erfahrungen das Unternehmen gesammelt hat,  kann jedem Unternehmen dabei helfen, sich entsprechend zu organisieren und Fehler zu vermeiden.

In Deutschland besteht noch viel Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung. Das zeigt auch die aktuelle Corona-Krise. Wir sollten die Erfahrungen, die wir jetzt in der Krise sammeln, diese Lücken zu schließen. Es gibt einige Vorreiter, von denen man lernen kann.

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